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Projet final

Ihre Klasse wird zu einem politischen Kabarett. Sie treten in Duos oder Trios auf, um klassische Texte...

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Évaluation projet final
Der Briefmark, Joachim RingelnatzDer Graben, Kurt TucholskyDer Mond ist aufgegangen, Matthias ClaudiusSong vom Wirtschaftswunder, Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller
Der Briefmark, Joachim RingelnatzDer Graben, Kurt TucholskyDer Mond ist aufgegangen, Dieter HildebrandtErmutigung, Wolf BiermannSchulweisheiten, Dietrich KittnerSong vom Wirtschaftswunder, Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller

Évaluation projet final

Ihre Klasse wird zu einem politischen Kabarett. Sie treten in Duos oder Trios auf, um klassische Texte des Répertoires zum Besten vorzutragen.
Wählen Sie in der Gruppe eines der gegebenen Texte und üben Sie solange, bis es zu einem Sketsche wird. Sie dürfen natürlich auch singen!

Der Briefmark, Joachim Ringelnatz

Ein männlicher Briefmark erlebte
Was Schönes, bevor er klebte.
Er war von einer Prinzessin beleckt.
Da war die Liebe in ihm erweckt.
Er wollte sie wiederküssen,
Da hat er verreisen müssen.
So liebte er sie vergebens.
Das ist die Tragik des Lebens!
Ringelnatz: Die Schnupftabaksdose

Der Graben, Kurt Tucholsky

Mutter, wozu hast du deinen Sohn aufgezogen?
Hast dich zwanzig Jahr mit ihm gequält?
Wozu ist er dir in deinen Arm geflogen,
und du hast ihm leise was erzählt?
Bis sie ihn dir weggenommen haben.
Für den Graben, Mutter, für den Graben.
Junge, kannst du noch an Vater denken?
Vater nahm dich oft auf seinen Arm.
Und er wollt dir einen Groschen schenken,
und er spielte mit dir Räuber und Gendarm.
Bis sie ihn dir weggenommen haben.
Für den Graben, Junge, für den Graben.
Drüben die französischen Genossen
lagen dicht bei Englands Arbeitsmann.
Alle haben sie ihr Blut vergossen,
und zerschossen ruht heut Mann bei Mann.
Alte Leute, Männer, mancher Knabe
in dem einen großen Massengrabe.
Seid nicht stolz auf Orden und Geklunker!
Seid nicht stolz auf Narben und die Zeit!
In die Gräben schickten euch die Junker,
Staatswahn und der Fabrikantenneid.
Ihr wart gut genug zum Fraß für Raben,
für das Grab, Kameraden, für den Graben!
Werft die Fahnen fort! Die Militärkapellen
spielen auf zu euerm Todestanz.
Seid ihr hin: ein Kranz von Immortellen -
das ist dann der Dank des Vaterlands.
Denkt an Todesröcheln und Gestöhne.
Drüben stehen Väter, Mütter, Söhne,
schuften schwer, wie ihr, ums bißchen Leben.
Wollt ihr denen nicht die Hände geben?
Reicht die Bruderhand als schönste aller Gaben
übern Graben, Leute, übern Graben -!
Kurt Tucholsky

Der Mond ist aufgegangen, Matthias Claudius

1. Der Mond ist aufgegangen
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.
2. Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.
3. Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.
4. Wir stolzen Menschenkinder
sind eitel arme Sünder
und wissen gar nicht viel.
Wir spinnen Luftgespinste
und suchen viele Künste
und kommen weiter von dem Ziel.
5. Gott, lass dein Heil uns schauen,
auf nichts Vergänglichs trauen,
nicht Eitelkeit uns freun;
lass uns einfältig werden
und vor dir hier auf Erden
wie Kinder fromm und fröhlich sein.
6. Wollst endlich sonder Grämen
aus dieser Welt uns nehmen
durch einen sanften Tod;
und wenn du uns genommen,
lass uns in’ Himmel kommen,
du unser Herr und unser Gott.
7. So legt euch denn, ihr Brüder,
in Gottes Namen nieder;
kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen
und lass uns ruhig schlafen.
Und unsern kranken Nachbarn auch!
Text: Matthias Claudius 1779
Melodie: Johann Abraham Peter Schulz 1790

Song vom Wirtschaftswunder, Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller


Der Briefmark, Joachim Ringelnatz

Der Graben, Kurt Tucholsky

Der Mond ist aufgegangen, Dieter Hildebrandt

Ermutigung, Wolf Biermann

Schulweisheiten, Dietrich Kittner

Song vom Wirtschaftswunder, Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller