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Eine Rede, die Geschichte machte

Meine Berliner und Berlinerinnen!

Sommaire

John F. Kennedy's "Ich bin ein Berliner" – VideoKennedys komplette Rede (deutsche Version) – Rede
Eine Rede, die Geschichte machte – Pourquoi étudier ce document ?Imperativ – GrammatikImperativ – GrammatikEine Rede, die Geschichte machte – Phonetik

John F. Kennedy's "Ich bin ein Berliner" – Video

Kennedys komplette Rede (deutsche Version) – Rede

Meine Berliner und Berlinerinnen!
Ich bin stolz, heute in Ihre Stadt zu kommen als Gast Ihres hervorragenden Regierenden Bürgermeisters, der in allen Teilen der Welt als Symbol für den Kampf und den Widerstandsgeist gilt. Ich bin stolz, auf dieser Reise die Bundesrepublik Deutschland zusammen mit ihrem hervorragenden Herrn Bundeskanzler besucht zu haben, der während so langer Jahre die Politik bestimmt hat nach den Richtlinien der Demokratie, der Freiheit und des Fortschritts. Ich bin stolz darauf, heute in Ihre Stadt in der Gesellschaft eines amerikanischen Mitbürgers gekommen zu sein, General Clay, der hier tätig war in der Zeit der schwersten Krise, durch die diese Stadt gegangen ist, und der wieder nach Berlin kommen wird, wenn es notwendig werden sollte.
Vor zweitausend Jahren war der stolzeste Satz, den ein Mensch sagen konnte, der: "Ich bin ein Bürger Roms!" Heute ist der stolzeste Satz, den jemand in der freien Welt sagen kann: "Ich bin ein Berliner!" Wenn es in der Welt Menschen geben sollte, die nicht wissen, worum es heute in der Auseinandersetzung zwischen der freien Welt und dem Kommunismus geht, dann können wir ihnen nur sagen, sie sollen nach Berlin kommen. Es gibt Leute, die sagen, dem Kommunismus gehöre die Zukunft. Sie sollen nach Berlin kommen! Und es gibt wieder andere in Europa und in anderen Teilen der Welt, die behaupten, man könne mit den Kommunisten zusammenarbeiten. Auch sie sollen nach Berlin kommen! Und es gibt auch einige wenige, die sagen, es treffe zwar zu, daß der Kommunismus ein böses und ein schlechtes System sei; aber er gestatte es ihnen, wirtschaftlichen Fortschritt zu erreichen. Aber laßt auch sie nach Berlin kommen!
Ein Leben in der Freiheit ist nicht leicht, und die Demokratie ist nicht vollkommen. Aber wir hatten es nie nötig, eine Mauer aufzubauen, um unsere Leute bei uns zu halten und sie daran zu hindern, woanders hinzugehen. Ich möchte Ihnen im Namen der Bevölkerung der Vereinigten Staaten, die viele Tausende Kilometer von Ihnen entfernt auf der anderen Seite des Atlantik lebt, sagen, daß meine amerikanischen Mitbürger sehr stolz darauf sind, mit Ihnen zusammen selbst aus der Entfernung die Geschichte der letzten 18 Jahre teilen zu können. Denn ich weiß nicht, daß jemals eine Stadt 18 Jahre lang belagert wurde und dennoch lebt mit ungebrochener Vitalität, mit unerschütterlicher Hoffnung, mit der gleichen Stärke und mit der gleichen Entschlossenheit wie heute Westberlin.
Die Mauer ist die abscheulichste und die stärkste Demonstration für das Versagen des kommunistischen Systems. Die ganze Welt sieht dieses Eingeständnis des Versagens. Wir sind darüber keineswegs glücklich, denn, wie Ihr Regierender Bürgermeister gesagt hat, die Mauer schlägt nicht nur der Geschichte ins Gesicht, sie schlägt der Menschlichkeit ins Gesicht. Durch die Mauer werden Familien getrennt, der Mann von der Frau, der Bruder von der Schwester, Menschen werden mit Gewalt auseinander gehalten, die zusammen leben wollen.
Was von Berlin gilt, gilt von Deutschland: Ein echter Friede in Europa kann nicht gewährleistet werden, solange jedem vierten Deutschen das Grundrecht einer freien Wahl vorenthalten wird. In 18 Jahren des Friedens und der erprobten Verläßlichkeit hat diese Generation der Deutschen sich das Recht verdient, frei zu sein, einschließlich des Rechtes, die Familien und die Nationen in dauerhaftem Frieden wieder vereint zu sehen im guten Willen gegen jedermann.
Sie leben auf einer verteidigten Insel der Freiheit. Aber Ihr Leben ist mit dem des Festlandes verbunden, und deswegen fordere ich Sie zum Schluß auf, den Blick über die Gefahren des Heute hinweg auf die Hoffnung des Morgen zu richten, über die Freiheit dieser Stadt Berlin, über die Freiheit Ihres Landes hinweg auf den Vormarsch der Freiheit überall in der Welt, über die Mauer hinweg, auf den Tag des Friedens in Gerechtigkeit. Die Freiheit ist unteilbar, und wenn auch nur einer versklavt ist, dann sind alle nicht frei. Aber wenn der Tag gekommen sein wird, an dem alle die Freiheit haben und Ihre Stadt und Ihr Land wieder vereint sind, wenn Europa geeint ist und Bestandteil eines friedvollen und zu höchsten Hoffnungen berechtigten Erdteils, dann können Sie mit Befriedigung von sich sagen, daß die Berliner und diese Stadt Berlin 20 Jahre lang die Front gehalten haben. Alle freien Menschen, wo immer sie leben mögen, sind Bürger dieser Stadt Westberlin, und deshalb bin ich als freier Mann stolz darauf sagen zu können: Ich bin ein Berliner!

Eine Rede, die Geschichte machte – Pourquoi étudier ce document ?

Il peut sembler audacieux d'étudier un document originalement en langue anglaise dans le cadre d'une séquence d'allemand ; et pourtant, c'est indispensable.
Ce document – le fameux discours de J. F. Kennedy à Berlin le 26 juin 1963 devant l'hôtel de ville de Schöneberg – présente en effet, non seulement une occasion bienvenue d'entraîner son anglais, mais aussi de nombreuses potentialités pour le cours d'allemand. Nous pourrons ainsi, à l'issue de la première écoute du texte audio, en proposer – en EE – un titre ou une légende en allemand qui préciserait ainsi son contexte et sa nature. Ensuite, avant de nous pencher sur le contenu-même de ce discours prononcé en anglais, nous pourrons nous intéresser aux moyens rhétoriques employés par Kennedy et aborder – par une approche davantage sensible que linguistique – les figures de la répétition, de l'anaphore, voire même de la concession, etc. Le document se prête tout à fait à une analyse croisée anglais-allemand qui pourrait être parallèlement faite en cours d'anglais.
Nous terminerons cette activité de réception avec le script du discours traduit en allemand, afin d'essayer d'identifier d'une part ce qui est dit par Kennedy sur le contexte politique et international, d'autre part la position qui est la sienne et celle des États-Unis. Nous pourrons nous appuyer sur la réception de ce discours pour travailler, encore une fois en EOC, la mise en voix de sa version allemande. Quel est le résultat ? La langue anglaise permet-elle des formules, des enchaînements plus efficaces ? L'allemand est-il plus rythmé ?
Linguistiquement parlant, nous pourrons ainsi confirmer la présence de formes impératives à répétition – alors même que les sous-titres de la vidéo optaient plutôt pour l'expression du conseil avec "sollen". Cette spécificité du document pourra ainsi donner lieu à un travail autour de l'impératif en allemand.
Cette activité de réception autour du discours pourra donner lieu à un travail d'expression écrite où nous serons cette fois rédacteurs ou contributeurs de l'article à la une duBerliner Morgenpost"J.F. Kennedy : "Ich bin stolz, ein Berliner zu sein!""

Imperativ – Grammatik

Formulieren Sie die folgenden Aussagen im Imperativ um.
Zum Beispiel:John F. Kennedy sagt: Die Berliner sollen stolz sein. → Seid stolz, Berliner!
1.Ihr sollt an die Freiheit glauben.
2.Du musst den historischen Kontext verstehen.
3.Ihr müsst den Wert der Demokratie erkennen.
4.Du sollst nicht vergessen, wie wichtig Demokratie ist.
5.Ihr sollt mit Überzeugung voranschreiten.
6.Herr Bürgermeister, Sie müssen sich trauen, eine klare Botschaft zu vermitteln.
7.Wir sollten uns an unsere eigene Geschichte erinnern.
8.Herr Brandt, Sie sollten nicht aufhören, für die Menschenrechte zu kämpfen.
9.Sie sollten sie nach Berlin kommen lassen.

Imperativ – Grammatik

Eine Rede, die Geschichte machte – Phonetik

Was, wenn Kennedy seine Rede in ihrer deutschen Version gehalten hätte? 
1.Benutzen Sie ein KI-Tool, um die Rede von der KI vorlesen zu lassen.
2.Lesen Sie dann die Rede selbst vor und nehmen Sie eine eigene Aufnahme auf Deutsch auf.
3.Vergleichen Sie schliesslich die drei Versionen der Rede. Was sind Ihre Eindrücke? Was können Sie daraus schließen?